Luther-Dekade - Themenjahr 2013

Reformation und Toleranz

2013 begeht Wittenberg das sechste Jahr der Luther-Dekade mit dem Thema "Reformation und Toleranz".Ökumenische Gemeinsamkeit ohne nationale oder konfessionelle Begrenzung - das ist ein Anspruch der "Lutherdekade" 450 Jahre nach Abschluss des Konzils von Trient (1563) und 40 Jahre nach der Leuenberger Konkordie als Zeugnis der innerprotestantischen Ökumene.

Auch wenn Luthers Auffassung von Toleranz und Glaubensfreiheit nicht mit unserem heutigen Verständnis dieser Werte gleichgesetzt werden kann, prägen die Errungenschaften der Reformation von vor 500 Jahren unsere Gesellschaft bis heute.


Der Toleranzbegriff damals und heute

Luther wollte den Glauben von den Zwängen der katholischen Kirche befreien und zeigen, dass auch andere Auslegungen der Bibel neben denen von der Kirche vorgeschriebenen möglich sind.
Dennoch kann er nicht als Verfechter der "Toleranz" bezeichnet werden, wie wir sie heute verstehen. Denn um seine Ideen vor Angriffen zu verteidigen, richtete sich seine Kritik vor allem in späteren Jahren explizit gegen andere Glaubensgruppen, beispielsweise gegen Juden.
Die moderne Multikonfessionalität ist somit zwar eine Folge der Reformation, gleichzeitig nicht unbedingt eine von Luther gewollte.

Dennoch belebt der reformatorische Gedanke die Diskussion um Toleranz und Meinungsfreiheit bis heute immer wieder aufs Neue.
Im Rahmen der diesjährigen Feierlichkeiten soll sich dem Thema nun nicht nur historisch, sondern auch mit Blick auf Gegenwart und Zukunft genähert werden. Dabei sollen in Gottesdiensten, Vorträgen und künstlerischen Darbietungen die Entwicklungen des 21. Jahrhunderts in Bezug auf einen toleranten Umgang mit den verschiedenen Glaubensrichtungen diskutiert werden.

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Luther-Hotel Wittenberg