Erinnerung an den Reformator

Martin Luther

Rund um das 500-jährige Jubiläum des Wittenberger Thesenanschlages wird das Andenken an den Reformator Martin Luther gefeiert. In jungen Jahren wirkte Luther zunächst als Mönch, dann als Diakon, Priester und Vikar im Kloster der Augustiner-Eremiten in Erfurt.

Aber was trieb den Theologieprofessor an, sich schließlich gegen die Kirche aufzulehnen und eine Reformation einzuleiten, die letztlich zur Spaltung der Kirche führte?


Der Thesenanschlag zu Wittenberg

Martin Luther war davon überzeugt, dass die Gerechtigkeit Gottes nur den Gläubigen widerfahren könne und nicht denen, die sich ihre Gunst durch den Erwerb von Ablassbriefen zu erkaufen versuchten. Um gegen den Ablasshandel zu protestieren, schlug er im Jahr 1517 seine 95 Thesen an das Hauptportal der Schlosskirche in Wittenberg. Darin verkündete er, dass der Handel mit Ablassbriefen nicht mit der Bibel zu rechtfertigen sei und stattdessen einzig den Interessen und dem Machtanspruch der Kirche diene.

Aber es ging ihm nicht allein um die zweifelhaften Finanzpraktiken der Kirche, sondern vielmehr um die ihnen zugrunde liegende "verkehrte Bußgesinnung". Er forderte auch deshalb eine grundlegende Reformation der Kirche, weil er der Meinung war, dass die Kirche und insbesondere der Papst ihrer zentralen Aufgabe, nämlich der Fürbitte für alle Gläubigen, nicht ausreichend nachkämen.


Ein Leben im Dienst der Reformation

Infolge des Thesenanschlages wurde Luther der Ketzerei angeklagt, musste fliehen und wurde schließlich im Jahr 1521 von der Kirche exkommuniziert. Er veröffentlichte im Lauf seines Lebens zahlreiche Schriften, darunter "Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche" und "Von der Freiheit eines Christenmenschen", die bis heute zu den bedeutendsten Schriftzeugnissen der Reformation gehören.

1524 legte Martin Luther die Mönchskutte endgültig ab und heiratete im darauffolgenden Jahr die aus dem Zisterzienserinnen-Kloster Nimbschen geflohene Nonne Katharina von Bora. Luther wurde am 22. Februar 1546 in der Schlosskirche zu Wittenberg beigesetzt. Die Grabstätte kann auch heute noch besichtigt werden, ebenso wie die seines Mitstreiters und Freundes Philipp Melanchthon, der hier ebenfalls beerdigt wurde.

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